Helen Ponkowsky, 2. Ausbildungsjahr

  1. Warum willst du Hörakustiker/in werden?

Ich habe mich vorab über den Beruf und die Ausbildung des/r Hörakustikers/in informiert und mit Menschen gesprochen, die in diesem Berufsfeld tätig sind. Schnell hat sich herausgestellt, dass in der Hörakustik viele Bereiche mit einfließen, die mich interessieren und mir Freude bereiten.

2. Was gefällt dir besonders gut an der Ausbildung?

Mir gefällt besonders gut an der Ausbildung, dass viele Aspekte vereint werden und sich dadurch jeder Tag anders gestaltet. Zum einen der soziale Aspekt, welcher die größte Rolle in der Hörakustik spielt. Die richtige Kommunikation und Interaktion mit dem Kunden ist der Grundstein für eine gute Hörsystem-Versorgung. Dazu gehört auch der technische Aspekt. Den Aufbau und die Funktionen der Hörgeräte beherrschen, sowie das Zubehör und die Software der Hersteller kennen. Zu einem Hörgerät gehört auch ein maßgefertigtes Ohrstück, welches individuell an den Kunden angepasst ist. Dabei spielt der handwerkliche Faktor eine Rolle. Und zu guter Letzt der kaufmännische Teil, der sich mit Kalkulation und Kommunikation mit den Krankenkassen beschäftigt.

3. Warum machst du deine Ausbildung bei Hörgeräte Seifert?

Ich habe mich für Hörgeräte Seifert entschieden, da es mir wichtig ist in einem mittelständischen Unternehmen zu arbeiten. Der familiäre und doch professionelle Umgang gefällt mir gut. Das Ausbildungskonzept hat mir sofort zugesagt. Durch regelmäßige Schulungen und Lernstandskontrollen werden wir Azubis unterstützt und optimal auf die Prüfungen vorbereitet. Es werden sogar immer ein Großteil der Fahrtkosten und der Aufenthalt in der Berufsschule in Lübeck übernommen.

4. Was erwartest du dir von der Ausbildung?

Von der Ausbildung habe ich mir erwartet, dass ich jeden Tag etwas Neues lerne und Gelerntes vertiefe. Diese Erwartungen haben sich bis jetzt voll und ganz erfüllt. Außerdem, dass ich durch Unterstützung und Hilfe meiner Kollegen und Lehrer an der Berufsschule, ans Ziel komme und nach drei Jahren meine Gesellenprüfung absolvieren kann.

5. Was war bisher der schönste Moment für dich während der Ausbildung?

Eine Kundin ist ganz verzweifelt in den Laden gekommen, da Ihr Hörgerät plötzlich nicht mehr funktioniert hat, obwohl Sie doch so sorgsam damit umgeht. Ich kontrolliere die Hörgeräte und wechsle die Schallschläuche, da diese verstopft sind. Es ist wieder alles in Ordnung. Als ich der Kundin die Hörgeräte wieder in Ihre Ohren setzte und Sie merkt, dass sie wieder funktionieren, bricht Sie vor Freude in Tränen aus. Sie verlässt überglücklich den Laden. Solche Situationen kommen häufiger vor. Es bereitet mir große Freude, dem Kunden nur durch einen einfachen Service wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern zu können.

6. Was war bisher deine größte Herausforderung während der Ausbildung?

Meine größte Herausforderung, zu Beginn meiner Ausbildung, war es mit ausreichendem Selbstbewusstsein und lauter, kräftiger Stimme auf hörbeeinträchtigte Kunden zuzugehen. Diese Schwierigkeiten haben sich jedoch schnell gelegt und es bereitet mir sehr viel Freude mit den Kunden zu agieren.

7. Berufsschule in Lübeck oder Arbeit in der Filiale – Was macht dir mehr Spaß?

Mir gefällt die Arbeit in der Filiale, sowie der Schulalltag in Lübeck sehr gut. Die Abwechslung macht‘s.

8. Wie läuft die Zeit an der Berufsschule so ab?

Der Berufsschulblock in Lübeck ist jedes Mal ein Highlight. Während der drei Jahre Ausbildungszeit ist man acht mal à vier Wochen in Lübeck. Innerhalb der vier Wochen lebt man mit seinen Mitschülern im Internat, in Ein- und Zweibettzimmern, direkt auf dem Campus für Hörakustik. Oder man ist, nicht weit von der Berufsschule, in den neuen Boardinghäusern untergebracht. Der Unterricht findet von Montag bis Freitag von 7.30 Uhr bis 15.00 Uhr statt. Freitags ist sogar schon um 13.00 Uhr Schluss. In den vier Unterrichtswochen werden uns die Lerninhalte der entsprechenden Lernfelder übermittelt und in der letzten Woche unser Wissensstand durch Klausuren abgefragt. Ist der Unterricht geschafft, steht uns der restliche Tag, sowie das Wochenende zur freien Verfügung. Das Freizeitangebot in und um Lübeck ist groß. Shopping in der Altstadt, mit deinen Mitschülern aus den Escape Rooms entfliehen oder ab an den Ostseestrand nach Travemünde. Alles ist gut zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Bus zu erreichen.

9. Deine Tipps für angehende Hörakustiker?

Wenn Interesse an einer Ausbildung zum/r Hörakustiker/in besteht, sollte man Freude im Umgang mit Menschen haben, aufgeschlossen sein und etwas handwerkliches Geschick mitbringen. Interesse gegenüber Technischem ist ebenfalls eine gute Voraussetzung. Um sich vorher bewusst zu werden, ob der Beruf wirklich zu einem passt, ist es am einfachsten ein kleines Praktikum zu machen. Bei einem direkten Einblick in den Berufsalltag eines/er  Hörakustikers/in lässt sich das am besten beurteilen.